Der größte Kopfbahnhof Europas
Auch als es die zwei Etagen voller Geschäfte und Cafés in seinem Inneren noch nicht gab, gehörte der Leipziger Hauptbahnhof schon zu den Attraktionen der Messestadt. Denn mit einer Grundfläche von 83.640 Quadratmetern und 23 Fernbahn-Gleisen ist er der größte Kopfbahnhof Europas und das Nahverkehrszentrum der Stadt schlechthin. Schon allein deshalb lohnt sich ein Besuch. Der Rund.Blick.Leipzig bietet Ihnen diese Möglichkeit.
Die Entscheidung für den Bau eines Kopfbahnhofes fällten die Leipziger Stadträte 1898. Errichtet werden sollte er auf dem Gelände, das zu dieser Zeit bereits durch den Dresdner, Thüringer und Magdeburger Bahnhof belegt war. Der Architekturwettbewerb für den Bau des Empfangsgebäudes wurde acht Jahre später ausgelobt. Aus 76 Teilnehmern gingen William Lossow und Max Kühne als Sieger hervor. Am 4. Dezember 1915 konnte der Bahnhof schließlich eröffnet werden.
Beim Luftangriff der US-Truppen am 7. Juli 1944 trafen Bomben die Westhalle und die Querbahnsteighalle und richteten schwere Schäden an. Unter anderem stürzte das Dach der Querbahnsteighalle völlig ein. Hunderte Eisenbahner und Passagiere starben. Erst 1960 hatte die Halle wieder ein komplettes Dach. 1965 war der Bahnhof endgültig wiederhergestellt.
In der zweiten Hälfte der 90er Jahre erfolgte eine umfassende Sanierung, in deren Verlauf unterhalb des 270 Meter langen Querbahnsteigs ein Einkaufszentrum mit drei Etagen und zugehöriger Tiefgarage entstand. In den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig finden sich heute 142 Geschäfte und Restaurationen. Insgesamt flossen 250 Millionen Euro in Modernisierung und Umbau.
ahr

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