Rund 17 Millionen Medieneinheiten lagern hier. Täglich kommen mehr als 1.500 dazu. Das ist die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig. Beinah jeder, der an der Pleiße studiert und geforscht hat, saß schon einmal im Großen Lesesaal der Präsenzbibliothek. Alte dunkle Massivholzschreibtische, jeder ausgestattet mit einer grünen Leseleuchte, das Surren der kleinen Wagen des Transportsystems, das die Gebäude miteinander verbindet und Bücher und alles andere aus den Magazinen zur Ausgabe transportiert. Hier zu sitzen und zu arbeiten hat etwas Besonderes, fast Magisches.

Was sich alles hinter den Mauern und den spiegelnden neuen Glasfassaden am Deutschen Platz verbirgt, können Sie jetzt im Rund.Blick.Leipzig entdecken. Denn unser Fotograf Dirk Knofe hat sich für Sie vor Ort umgesehen und einen faszinierenden Rundgang zusammengestellt.

Gemeinsam mit dem Standort in Frankfurt am Main ist die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig die zentrale Archivbibliothek und das nationalbibliografische Zentrum der Bundesrepublik Deutschland. Die Deutsche Nationalbibliothek hat die für Deutschland einzigartige Aufgabe, lückenlos alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen ab 1913, im Ausland erscheinende Germanica und Übersetzungen deutschsprachiger Werke sowie die zwischen 1933 und 1945 erschienenen Werke deutschsprachiger Emigranten zu sammeln, dauerhaft zu archivieren, umfassend zu dokumentieren und bibliografisch zu verzeichnen sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Um das zu gewährleisten, ist jeder, der Medienwerke in der Bundesrepublik veröffentlicht, verpflichtet, der Deutschen Nationalbibliothek, zu der auch das Deutsche Musikarchiv gehört, zwei kostenlose Exemplare zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise kommen arbeitstäglich mehr als 1.500 neue Werke zum Bestand dazu. Darunter sind mittlerweile auch viele Netzpublikationen, die nur digital verfügbar gemacht werden.
Die Deutsche Bücherei in Leipzig wurde 1912 gegründet. Die Gebäude am Deutschen Platz beherbergen neben der „normalen" Bibliothek u. a. das Deutsche Buch- und Schriftmuseum, die Sammlung Exil-Literatur 1933-1945 sowie die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek. Dem Standort ist außerdem das 1970 von der Deutschen Bibliothek gegründete Deutsche Musikarchiv eingegliedert. Von 2007 bis 2011 wurde in Leipzig ein innovativer Erweiterungsbau für die aus allen Nähten platzende Deutsche Nationalbibliothek errichtet. 59 Millionen Euro investierte der Bund in den neungeschossigen Bau mit repräsentativen Ausstellungsflächen für das Deutsche Buch- und Schriftmuseum und mit sieben, davon drei unterirdischen Magazinetagen.

Kontakt

Deutsche Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig

Telefon: 0341 - 2271-0
Telefax: 0341 - 2271-444
Email: postfach@dnb.de
Internet: www.dnb.de

Info

Öffnungszeiten:
Lesesäle, Bücherausgabe:
Montag bis Freitag 9.00 - 22.00 Uhr, Samstag 10.00 - 18.00 Uhr
Information: Montag bis Freitag 9.00 - 19.00 Uhr, Samstag 10.00 - 18.00 Uhr
Musiklesesaal: Montag bis Samstag 10.00 - 18.00 Uhr
Museumslesesaal: Montag bis Samstag 10.00 - 18.00 Uhr
Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums:
Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr, Donnerstag 10.00 - 20.00 Uhr